Ein Erfahrungsaustausch zum Thema "Outdoor, Fitness, Survival"

Barfußpark Egestorf

31. August 2016

Barfuß durch den Wald

Erleben mit allen Sinnen

Am Dienstag, den 30. August waren meine Frau Monika, meine Tochter Marika und ich Barfußwanderer. Der Barfußpark Lüneburger Heide in Egestorf ist gerade mal eine halbe Autostunde von Hamburg entfernt. Dem Wanderer, der sich auf das Erlebnis Barfußwandern einlässt, wird auf 14 Hektar viel geboten. Drei unterschiedlich lange Wege (1,2 km, 1,9 km und 2,7 km) führen durch Buchen-, Kiefer- und Fichtenwald, über eine Wiese mit Solitäreichen und alten Obstbäumen auf verschiedenen Untergründen. An insgesamt 62 Stationen kann Wald und Feld mit allen Sinnen neu, weil barfuß, erlebt werden.

Den eigenen Füßen vertrauen

Gestartet wird mit einem Kälteschock zur Anregung der Durchblutung auf einer nassen Wasserschräge, Kneipp-Armbecken und Wassertreten im Kneipp-Tretbad. An den nächsten Stationen wird der eifrige Wanderer ausgebremst, um verschiedene Untergründe, wie Kies, Rasenbordsteine oder Glasscherben zu ertasten. Zum Verweilen luden auch „Salzineum“ und Kräutergarten ein. Anhand der verschiedenen Düfte oder Formen ließen sich die vielfältigen Pflanzen bestimmen, die den Weg säumten. Indianertippies und Dreizeiten-Pendel, Kletter-Parcours und immer wieder Schlamm und Matsch, sehr zur Belustigung der kleineren Barfußwanderer, die diese Strecken gern mehrfach durchliefen. Alles nicht so schlimm, denn am Ende des Weges wurde der Dreck einfach mit Bürste und reichlich Wasser wieder abgewaschen. Und wer dabei Hunger oder Durst verspürte, wurde im „Naturium“ gut versorgt.

Fazit: Super viel Spaß

Von meiner Familie gibt es für den Barfußpark 5 Punkte für extrem viel Spaß, Unterhaltung und Informationen. Und die Erkenntnis, wer barfuß läuft , läuft langsamer und erlebt mehr. Ich habe mich nach der Tour gefragt, ob ich die Schuhe nicht ganz weglassen sollte. Eigentlich sind diese nur Krücken, die wir Menschen uns nicht mehr trauen, weg zu werfen.

Euer Scheermario!

 PS: Bilder kommen auch noch! Die muss ich aber noch vom Fotoapparat auf den PC laden.

Die besten Läufer brauchen keine Laufschuhe!

18. Mai 2016

Hallo Leute!

Ja, ich weiß, ich habe schon ziemlich lange nichts mehr in meinem Blog geschrieben!
Ich war in neuen Projekten verstrickt und da blieb nicht viel Zeit übrig, um etwas zu posten.
Jetzt bin ich momentan etwas entspannter und hatte auch wieder Zeit und Muse mich meinen Lieblingsthemen im Internet zu widmen – und bin über ein HEISSES Thema gestolpert!

DIE BESTEN LÄUFER BRAUCHEN KEINE LAUFSCHUHE!

Zufällig habe ich auf Youtube ein Video entdeckt, dass zeigt einen Ureinwohner Mexikos vom Indiostamm der #Tarahumara, der barfüssig durch steiniges Gelände rennt! Nicht etwa vorsichtig oder langsam! Nein, er legt einen regelrechten Sprint hin. Aber seht selbst!

Der Wahnsinn! Was für eine Lauftechnik! So locker, so elegant! Ich machte mich auf die Suche! Was ist ein #Huarache
? Was ist die Barfuß-Technik? Und dann entdeckte ich, dass diese Menschen ihre #Huarache
selber machen.

Berühmt sind die Tarahumara als Langstreckenläufer. Laufen nimmt in ihrer Kultur einen hohen Stellenwert ein, sie bezeichnen sich selbst als Rarámuri (‚Die, die schnell rennen‘). Traditionell betreiben die Tarahumara die Hetzjagd (auch Ausdauerjagd) auf Wildtiere (wie z. B. Hirsche, Rehe),[3] die sie im Dauerlauf die Berghänge hinaufjagen, bis diese erschöpft niedersinken und mit bloßen Händen erwürgt werden können, sowie die religiöse Jagd auf den Blauen Hirsch (Peyote). Auch heute gibt es Tarahumara, die — ob nun zur Jagd oder auf Wettrennen — bis zu 170 km durch raue Schluchten laufen, ohne anzuhalten. Die Berge der Sierra zwangen sie seit jeher zu ausgedehnten Fußmärschen. Im Laufe der Zeit entwickelten sie auf diese Weise immer mehr Ausdauer. Ohne Probleme bewältigen sie Strecken über 300 km, barfuß oder höchstens mit Sandalen (Huaraches). Der Rekord liegt bei 700 km in 48 Stunden.

Quelle: Youtube https://youtu.be/CxAIPbTi2bM

Ich werde den ultimativen Selbsttest machen!

  1. Ich mache mir meine eigenen #Huarache!
  2. Ich trainiere bis zum nächsten Cooper-Test mit den selbstgefertigten #huarache und werde sehen, ob das meinen Laufstil verändert!

Ich werde mir ein paar Tarahumara Huarache Nike’s kaufen! Ich hatte so viele positive Videos darüber gefunden – Laufen, als ob man barfuß wäre!Die besten Ergebnisse bei Amazon findet Ihr hier!

Euer Scheermario!

Wandern Tägliches Update ⋅ 10. März 2016

11. März 2016


„Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“

Nachrichten

Zwei Frauen wandern bis zum Nordkap

Westheim. Zwei Frauen, ein gemeinsamer Traum, ein Ziel – die gebürtige Westheimerin Daniela Kleck (37) und die Schweizerin Nicole Schwarz (39) …

Schüler des Gymnasiums Tegernsee wandern den Jakobsweg

Pilger am Start: (v.l.) Lara Hilger, Stefanie Quaderer, Lehrerin Ulrike Weizbauer, Johanna Matschi, Lukas Beck, Franziska Krax, Lena Scheuchl, …

Frösche und Kröten wandern wieder

Bei warmen Temperaturen begeben sich unsere heimischen Amphibien wie Frösche und Kröten bereits auf ihre Wanderung zu deren …

Die kulinarischen Vorzüge des Naturparks Altmühltal entdecken

Aktiven Genießern erschließen sich die kulinarischen Vorzüge der Region auch beim Wandern. Nicht nur am Altmühltal-Panoramaweg, Qualitätsweg …

Wandern auf der Feuerroute

Die Wanderungen werden vom Wachtberger Wander-Verein e.V. durchgeführt. Bei Fragen zu den einzelnen Wanderungen gibt der Wachtberger …

Amphibien wandern wieder: Landkreis sperrt zeitweise Streckenabschnitte

Einbeck/Northeim (red). Im Zuge der einsetzenden Amphibienwanderung sind Autofahrer ab sofort aufgefordert an bestimmten Straßenabschnitten …

Autofahrer aufgepasst: Kröten wandern

Da die Amphibien oft weniger als 20 Meter in der Stunde wandern, sind sie vorbeifahrenden Autos hilflos ausgeliefert. Gerade während der …

Wandern, Radfahren und Kulinarik: Der Niederrhein präsentiert sich auf der Internationalen

Der Niederrhein wirbt ab heute auf der ITB, der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, für Urlaube bei uns in der Region. Die Niederrhein …

Wandern, Radfahren und Kulinarik: Der Niederrhein präsentiert sich auf der Internationalen

Der Niederrhein präsentiert sich ab heute auf der Internationalen Tourismusbörse – der ITB – in Berlin. Die Messe läuft bis einschließlich Sonntag.

Wandern in Bochum und in Assenheim

LIMBURG-DIETKIRCHEN Die Wanderer des TuS Dietkirchen bieten am Sonntag, 13. März, eine Busfahrt nach Bochum an, um dort an der 53.

Wandern, Bundesheerrucksack 53x53x18 cm inkl. Regenschutz

Wandern, Bundesheerrucksack 53x53x18 cm inkl. Regenschutz. 3.658.761 Angebote. Günstig kaufen und gratis inserieren auf willhaben.at – der …

Gut zum Wandern

Besucher über Mount Calamorro in Benalmadena : „Gut zum Wandern„. Bewertungen beim Testsieger HolidayCheck vergleichen und günstig Urlaub …

Wandern im Elbsandsteingebirge (Posterbuch DIN A3 quer)

Wandern im Elbsandsteingebirge (Posterbuch DIN A3 quer) von Veronika Rix – Buch aus der Kategorie Reiseführer günstig und portofrei bestellen im …

Klettern als Kaderschmiede

Vor Jahren haben wir einem jungen Sportkletterer zugeschaut, der eine der damals schwierigsten Routen der Schweiz einstudierte. Ein bekannter …

«Alles tun können, nichts tun müssen» – Urlaub in Österreich

Hinteregger: Alles, was Outdoor ist, wird im Moment sehr gut nachgefragt. Es wird wieder mehr gewandert, der Bewegung zuliebe. Und man will im …

KLETTERN IM ROFAN UND KARWENDELGEBIRGE

7. März 2016

Die zwei Gebirgszüge, Rofan- und Karwendelgebirge, sind unter Kletterern längst zu beliebten Spots geworden, denn hier spricht das Angebot für sich: Von alpinen Klassikern bis hin zu modernen Klettersteigen finden sich rund um den Achensee unzählige kletterbare Möglichkeiten.

rofan_01_Klobenjoch_Suedwand-960×540.jpg

Mit ca. 250 Sportkletterrouten, acht Klettersteigen, zahlreichen alpinen Klassikern und einem Waldhochseilgarten in Achenkirch setzt die Region Achensee in Sachen Klettersport hohe Maßstäbe… (Mehr…)

Outdoor clothes Teil 1 – woher kommt eigentlich…?

23. Februar 2016


… der Parka? Ich habe da mal ein wenig nachgeforscht und bin über verschiedene amerikanische Seiten zu diesen Erkenntnissen gekommen.

Bereits die Labrador-Eskimos benutzten als Schutz vor dem kalten Wind und Schneetreiben ein Kleidungsstück mit Kapuze, was sie a-tige oder, wie die Waldläufer oder Trapper sagten, dickey nannten. In Alaska nannte man dieses Kleidungsstück Parka. Ein dickey oder Parka war einfach herzustellen. Aus einem Fell, einem wasserfesten Tuch oder einer Decke wurde das Grundmuster geschnitten. Danach wurden die Teile Kapuze, Ärmel und schlussendlich das vordere Teil von Links herum zusammen genäht. Manche Parkas hatten an der Kapuze und im Hüftbereich oder ganz unten auch noch Kordeln eingezogen, so dass man diese einfach zusammen ziehen konnte. Das schützte noch besser vor dem Wind. In der nachfolgenden Zeichnung habe ich einmal das Grundmuster eines dickey oder Parkas skizziert, damit man eine bessere Vorstellung davon bekommt. Und wenn du das siehst, weißt du auch, woher der heutige Parka seinen klassischen Schnitt hat 😉
Dieses Grundmuster reizt mich natürlich, es selbst einmal zu versuchen, so ein Kleidungsstück herzustellen. Das ist sicherlich auch ein schönes Projekt mit Kindern ein einfaches Kleidungsstück a la Steinzeit-Mode herzustellen. Auf alle Fälle wird das in diesem Jahr noch vor dem Frühling ein Projekt werden, was ich auf meiner neuen Nähmaschine herstellen möchte.

a-tige_parka_schnittmuster0001

Vom Resultat werde ich dann hier berichten.

Bis dahin,

 

Euer Scheermario!

Sportliche Aktivitäten in der kalten Jahreszeit

31. Januar 2016

Bewegung im Freien tut immer gut


Es ist keine neue Erkenntnis, dass die Bewegung in der freien Natur das Immunsystem stärkt, den Kreislauf anregt, das Herz stärkt und stressbedingte Erscheinungsformen, wie Bluthochdruck mildert. Doch was macht man, wenn es draußen kalt und nass ist? Sollte man dann wirklich noch rausgehen und sich körperlich betätigen? Meine Antwort darauf ist – Ja, unbedingt! Doch man sollte auf einige Sachen achten. Klar, man kann sich bei jedem Wetter draußen bewegen, wenn man zweckmäßig angezogen ist. Wenn es sehr kalt ist, sollte man übermäßige Anstrengungen vermeiden, weil dadurch vor allem unsere Mundschleimhäute und Lungen anfälliger für Erkältungen werden. Daher sollte auf Joggen bei Minustemperaturen verzichtet werden. (mehr erfahren Sie hier)

Wandern geht immer, egal bei welchen Temperaturen.  Sehr beliebt sind Winterwanderungen auf Schneeschuhen und Skiern. Auch Exerzitien mit dem eigenen Körpergewicht sind möglich. Natürlich ist es nicht angenehm, bei einem Schneesturm unterwegs zu sein. Da sollte man schon lieber in der warmen Stube bleiben.

Auf die richtige Bekleidung kommt es an

Ein Sprichwort sagt:

“Es gibt kein schlechtes Wetter. Nur unpassende Kleidung!”.

Grundsätzlich gilt im Winter oder generell in der kalten Jahreszeit das so genannte Zwiebel-Prinzip, dass nichts anderes besagt, als dass man mehrere Schichten von Bekleidung anzieht, damit man sie notfalls auch wieder ausziehen kann.

Nun liest man häufig in der Literatur von drei Schichten: Basis – Isolation – Wetterschutz. Die Hersteller von Outdoor-Bekleidung sprechen meist von der ersten, zweiten und dritten Schicht.

Die erste Schicht oder Basis bildet die Unterwäsche. Ich habe gute Erfahrung mit Funktions- bzw. Thermounterwäsche gemacht. Sie hält warm, man schwitzt trotzdem nicht so schnell, weil die Feuchtigkeit nach außen abgegeben wird. Und die Gefahr, sich auch bei starkem Wind zu unterkühlen, ist relativ gering. Auch wichtig sind warme Socken. Sie sollen nicht nur die Füße wärmen, sondern auch vor Blasen beim Laufen schützen. Hier habe ich gute Erfahrungen mit den traditionellen Norwegersocken beziehungsweise mit den speziellen Inline-Skater-Socken gemacht, weil sie genau diesen Anforderungen entsprechen.

Die zweite Schicht oder auch Isolationsschicht besteht aus einem Hemd mit Kragen, worüber man einen Pulli oder eine Fleecejacke ziehen kann. Das Hemd hat mehrere Funktionen. Zum einen soll es die ausgeschwitzte Feuchtigkeit aufnehmen, zum anderen aber auch den Nacken vor zu viel Sonne und kalten Wind schützen. Der Pulli oder die Fleecejacke isolieren den Körper vor Kälte von außen.

Die dritte Schicht dient als Wetterschutz. Hier kommt es vor allem darauf an, dass Wind, Regen oder Schnee die zweite Schicht nicht erreichen kann. Trotzdem sollte die Jacke atmungsaktiv sein, um die Feuchtigkeit von innen nach außen zu transportieren.

An dieser Stelle möchte ich auf den Greenpeace – Outdoor – Report 2016 hinweisen. In diesem Report hat Greenpeace 40 Artikel von Outdoor – Ausrüstern auf schädliche Stoffe untersucht. Nur vier Artikel haben positiv abgeschnitten. 36 Artikel sind durchgefallen. Fazit dieses Reports ist, das es durchaus möglich ist, Jacken herzustellen, die sowohl wind- und wasserabweisend sind, als auch atmungsaktiv, ohne dass Stoffe verwendet werden, die schädlich für uns selbst und für die Umwelt sind.

Beim Kauf einer solchen Jacke sollte man schon an das Recyceln denken. Warum sollte man nicht darüber nachdenken, auf traditionelle Bekleidung zurückzugreifen? Ich persönlich bewege mich in der Natur am liebsten mit Militaryklamotten aus alten NVA- oder BW-Beständen, die man schon für kleines Geld bekommen kann.

Was ist jetzt noch wichtig für einen Gang in die Natur bei kaltem oder nassem Wetter? Natürlich Kopfbedeckung und Schuhe. Für die Kopfbedeckung ist es wichtig, dass der Kopf ordentlich warm bleibt, die Ohren geschützt sind und Nässe den Kopf nicht erreichen kann. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Ob es nun ein Filzhut, eine Pelzmütze mit Ohrenklappen oder eine Strickmütze ist. Fast alles ist geeignet. Für das Schuhwerk ist es wichtig, dass man ordentlich drin laufen kann, nichts drückt, Blasen nicht entstehen und die Nässe draußen bleibt. Hat man an alles gedacht, so steht einem Gang nach draußen nichts mehr im Wege, außer der innere Schweinehund. Aber den haben wir im Griff, oder?

Bis zum nächsten Mal,
Euer Scheermario!

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Wandern, Walken, Kraxeln

12. Januar 2016

„Wir gehn dahin und wandern / von einem Jahr zum andern, … // durch so viel Angst und Plagen, / durch Zittern und durch Zagen, / durch Krieg und große Schrecken, / die alle Welt bedecken.“

– Paul Gerhardt, Neujahrs-Gesang

War in früheren Zeiten das Wandern die häufigste Art zu reisen, ist es heute eine wirklich sehr beliebte und auch gesunde Freizeitbetätigung.

Das Wandern ist, im Unterschied zum Spazierengehen, mit Anstrengung verbunden und es wird eine, meist geplante Wegroute in nicht langsamen Tempo zurückgelegt. Die Vorteile des Wanderns liegen auf der Hand. Man hat Naturerlebnisse pur, kann den Kopf ausschalten und wird mental fit, bringt den Organismus in Schwung und tut damit aktiv etwas für seine Gesundheit – nachhaltig.

Da fällt mir ein Witz ein, den ich schon als Jugendlicher gehört habe:

Ein schwergewichtiger Patient fragt ratlos seinen Arzt, was er tun könne, damit es ihm wieder besser gehe. Der Arzt riet ihm, jeden Tag 5 km zu wandern! Nach einer Woche solle er sich bei ihm wieder melden. Nach einer Woche rief der Patient beim Arzt an und sagte ihm, dass es ihm schon viel besser gehe. Er habe seinem Rat befolgt und sei jeden Tag 5 km gewandert. Er habe jetzt aber eine Frage. Der Arzt fragte: Und die wäre? Patient: Wie komme ich denn jetzt wieder nach Hause?

Gut, nicht? 😉

Das Wandern an sich hat in verschiedenen Epochen der gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands seine Höhen und Tiefen gehabt. Ich denke mal an die wandernden Maler in der Romantik, die „Wandervögel“-Bewegung Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Aber schon davor und auch danach war das Wandern beliebt. Etwa Gesellen auf der „Walz“. Nicht zu vergessen sind die vielen Wallfahrer, die ja eigentlich Wanderer sind.

„Über die Heide hallet mein Schritt, dumpf aus der Erde wandert es mit.“

– Theodor Storm, Über die Heide

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Wandervereine und das Wandern wurde zunehmend institutionalisiert und instrumentalisiert.

Dadurch wurde aber der Erschließung ganzer Landschaften Vorschub geleistet. Es entstanden zunehmend Wanderwege und auch auf die Topografischen Karten hatte das Wandern Einfluss.

Heutzutage unterscheidet man in so viele verschiedene Wanderarten: Bergwandern, Weit- und Fernwandern, Trekking, Sportwandern, Volkswandern, Orientierungslauf, Geocaching, Nordic Walking, Skiwandern, Radwandern, Bootswandern, Kanuwandern, Bildungswandern, Pilgern oder Wallfahrten,  Barfußwandern, Nacktwandern, Tagwandern, Nachtwandern und vielleicht jetzt noch abschließend Speed Hiking zu nennen.

Während die meisten Wanderarten eher der eigenen Erbauung, zur Entspannung und als reine Freizeitaktivität angesehen werden muss, sind bestimmte Wanderarten, wie Weitwandern, Fernwandern, Sportwandern, Trekking, Speed Hiking durchaus ernsthafte Sportarten, bei denen man gezielt Ausdauer und bestimmte Muskelpartien trainieren kann und bei denen es auch um die Ausprägung koordinatorischer Fähigkeiten geht.

Wer mehr über das Wandern erfahren möchte, wird im Netz schnell fündig.

Auch kann man sich einem der zahlreichen Wandervereinen anschließen, die im Deutschen Wanderverein, der die Dachorganisation der vielen Gebirgs- und Wandervereine darstellt, zusammengefasst sind.

„Seine Mitgliedsorganisationen markieren und betreuen ehrenamtlich ca. 200.000 km Wanderwege. Im Verband sind 58 Gebietsvereine mit insgesamt 600.000 Mitgliedern organisiert. Zu den Satzungsaufgaben gehören neben der Wegearbeit und der Pflege des Wanderns auch Naturschutz-, Jugend-, Familien- und Kulturarbeit.“

(Quelle: Wikipedia – Wandern)

Wandern kann allein, in Familie, mit Kindern und in Gruppen betrieben werden. Für alle ist etwas dabei.

Ich erinnere mich noch, dass unsere Familie sonntags regelmäßig wandernd unterwegs war und heute, als Erwachsener wundere ich mich, was ich als Kind schon für weite Strecken zurück gelegt habe.

In vielen Sport- und Outdoorshops bekommt man das notwendige Equipment und die Bekleidung.

 

Wandern ist eines der letzten Bollwerke für Puristen! 

Man kommt mit ein paar ordentlichen Schuhen, beim Barfußwandern auch ohne diese und einer etwas derberen Bekleidung, beim Nacktwandern auch ohne diese, vielleicht einem Wanderstock, ein selbstgeschnitzter tut es auch, Kartenmaterial und Kompass, eine herkömmliche Analoguhr tut es auch, aus.

Aber wer es möchte, kann hier gern sein Geld für reichlich Sinnvolles ausgeben.

Bis bald!

Euer Scheermario!

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